Was kostet eine Website für Handwerker wirklich? Wer danach im Netz sucht, bekommt selten eine klare Antwort. Die Spannbreite reicht von zwanzig Euro im Monat bis zu fünfstelligen Einmalbeträgen, je nachdem, wen man fragt. Das liegt daran, dass es mindestens vier unterschiedliche Wege gibt, an eine professionelle Website zu kommen. Sie unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern vor allem darin, wer welche Arbeit übernimmt und was am Ende wirklich dabei rauskommt.
Dieser Artikel listet die realen Preise aus dem deutschen Markt 2026 auf, rechnet sie auf fünf Jahre hoch und ordnet ein, für welchen Betrieb welcher Weg sinnvoll ist.
Die vier Wege im Überblick
1. Homepage-Baukasten (Wix, Jimdo, IONOS, Squarespace)
Das günstigste und am weitesten verbreitete Modell. Der Anbieter stellt den Editor und das Hosting, alles andere baust du selbst: Auswahl der Vorlage, Eintragen der Texte, Hochladen der Bilder, Pflege der Inhalte.
Laut Wix selbst kostet der Wix-Baukasten in Deutschland zwischen 16,66 € und 177,31 € pro Monat, je nach Tarif. Jimdo nennt im eigenen Magazin 9 € bis 20 € pro Monat für ein einfaches Design. IONOS liegt in einem ähnlichen Korridor.
Was in diesen Preisen nicht drin ist: deine eigene Zeit. Das initiale Einrichten einer Baukasten-Website dauert erfahrungsgemäß zwanzig bis vierzig Stunden, wenn man sich in die Oberfläche einarbeitet, Fotos selbst zuschneidet, Texte schreibt und Seiten strukturiert. Danach fallen jährlich noch einmal fünf bis zehn Stunden Pflege an: Öffnungszeiten aktualisieren, neue Fotos einpflegen, Datenschutz-Hinweise anpassen.
Typischer Bereich: 10 bis 30 € pro Monat laufend, plus initialer Zeitaufwand von zwei bis fünf Werktagen.
Der Baukasten wird dann zum Problem, wenn die Website tatsächlich neue Aufträge bringen soll. Die Vorlagen sind in den letzten Jahren besser geworden, werden von Endkunden aber weiterhin als solche erkannt, gerade in Branchen, in denen Vertrauen und individueller Charakter zählen. Dazu kommt die technische Seite: Ladezeit, Mobile-Darstellung und saubere Meta-Strukturen fallen bei Baukästen messbar schlechter aus als bei einer individuell gebauten Seite, was das Ranking in Google spürbar kostet. Und die dreißig Stunden Eigenzeit sind kein Nulltarif. Für einen Meister, dessen Stunde beim Kunden 70 € deckt, entspricht das 2.100 € entgangenem Deckungsbeitrag, also dem Zwei- bis Dreifachen der reinen Abo-Kosten im ersten Jahr.
Der zweite, weniger sichtbare Kostenblock ist die laufende Betreuung. Bei Baukasten-Anbietern liegt die Verantwortung für Plugin-Updates, SSL-Zertifikate, DSGVO-Anpassungen und Backup-Strategie beim Betreiber, also bei dir. Wenn ein Update ein Plugin bricht und die Seite danach nicht mehr sauber läuft, bemerkst du das meist erst, wenn ein Besucher dich darauf hinweist. Der Support läuft über ein Ticket-System ohne festen Ansprechpartner und wird nach Anfrage-Volumen priorisiert, nicht nach Dringlichkeit für deinen Betrieb. Für einen Handwerker, der die Website im Tagesgeschäft nicht selbst im Auge hat, ist das ein fortlaufendes Risiko, das im monatlichen Preis nicht auftaucht.
2. Freelance-Webdesigner
Ein Einzelunternehmer übernimmt die Erstellung. Typischerweise wird ein Festpreis für das Projekt vereinbart, bei laufender Pflege entweder ein kleineres Monatspaket oder Abrechnung auf Stundenbasis.
Die Preise schwanken je nach Erfahrung und Region stark. Die Agentur Kopf & Stift nennt in ihrer Preisübersicht für 2026 eine Spanne von 1.000 bis 2.500 € für eine Landingpage und 2.500 bis 5.000 € für eine kleinere Website mit fünf Seiten. Das deckt auch den oberen Freelancer-Bereich mit ab. Günstigere Freelancer starten bei etwa 800 € für eine einfache Seite.
Laufende Pflege wird oft einzeln in Rechnung gestellt, meistens zwischen 60 und 100 € pro Stunde, oder in einem kleinen Monats-Kontingent (zum Beispiel zwei Stunden Pflege für 150 € pro Monat).
Typischer Bereich: 800 bis 3.000 € einmalig plus 0 bis 150 € pro Monat für Pflege auf Zuruf.
3. Klassische Webdesign-Agentur
Mehrere Personen arbeiten an der Website: Konzept, Design, Entwicklung, manchmal auch Texte. Die Preise sind entsprechend höher, die Qualität der Arbeit in der Regel aber auch konstanter als bei Freelancern.
Kopf & Stift nennt 5.000 bis 12.000 € für eine „Business-Website mit zehn oder mehr Seiten”. Die Agentur TheStory rechnet 2.200 bis 7.700 € für eine klassische Agentur-Website mit halbwegs starrem Theme. Für eine voll individuelle Umsetzung einer mittelgroßen Website sind Summen zwischen 8.000 und 15.000 € realistisch. Wartungspauschalen von 150 bis 300 € pro Monat kommen in der Regel obendrauf.
Typischer Bereich: 3.000 bis 10.000 € einmalig plus 100 bis 250 € monatliche Wartungspauschale.
4. Webdesign als Monatsabo (Website-as-a-Service)
Ein neueres Modell, bei dem es keinen Einmalbetrag gibt, sondern eine feste Monatsrate, in der die Erstellung und die laufende Betreuung enthalten sind. Die Website bleibt in der Obhut des Anbieters. Solange der Vertrag läuft, kümmert sich jemand darum.
Die deutschen Anbieter in diesem Segment liegen zwischen 100 und 250 € pro Monat, meistens mit einer Mindestvertragslaufzeit zwischen sechs und zwölf Monaten. auftrittsstark, unser eigenes Angebot, liegt bei 179 € pro Monat bei zwölf Monaten Mindestlaufzeit, danach monatlich kündbar.
Typischer Bereich: 100 bis 250 € pro Monat, kein Einmalbetrag, laufende Betreuung inklusive.
Die vier Wege im direkten Vergleich
| Weg | Einmalig | Laufend/Monat | Darin enthalten |
|---|---|---|---|
| Baukasten (DIY) | ~30 Std. Eigenzeit | 20 € | Plattform, Hosting, Ticket-Support · Pflege, Updates und Inhalte machst du selbst |
| Freelancer | 2.000 € | 100 € | 1–2 Std. Pflege auf Zuruf · zusätzliche Stunden und inhaltliche Änderungen werden extra berechnet |
| Agentur | 5.000 € | 150 € | technische Wartung, Sicherheits-Updates · inhaltliche Änderungen in der Regel extra |
| Monatsabo | keine Setup-Gebühr | 179 € | Hosting, technische Updates, DSGVO-Pflege, laufende inhaltliche Änderungen, persönlicher Ansprechpartner |
Wichtig an dieser Tabelle ist die Spalte ganz rechts. Die monatlichen Beträge sehen auf den ersten Blick vergleichbar aus, decken aber sehr unterschiedlich viel Leistung ab. Die 20 € beim Baukasten decken Plattform und Hosting; alles andere machst du selbst, inklusive Pflege, Rechtsanpassungen und Content-Aktualisierungen. Die 100 € Pflege beim Freelancer sind typischerweise ein oder zwei Stunden pro Monat auf Zuruf; alles darüber wird auf Stundenbasis abgerechnet. Die 150 € Agentur-Wartung decken die technische Seite ab, neue Seiten, überarbeitete Texte oder geänderte Leistungsbilder werden separat angeboten. Die 179 € im Monatsabo enthalten die laufende Betreuung bereits: Hosting, technische Updates, DSGVO-Anpassungen, bis zu zwei inhaltliche Änderungen pro Monat und einen festen Ansprechpartner per WhatsApp oder Mail.
Einmalkosten wie Domain-Registrierung und SSL-Zertifikat bleiben in der Tabelle außen vor; die liegen bei allen Varianten in einer ähnlichen Größenordnung und sind bei den Abo-Modellen meist enthalten.
Die Rechnung auf fünf Jahre
Eine Website lebt im Schnitt zwischen fünf und acht Jahren, bevor sie grundlegend überarbeitet werden muss. Über diesen Zeitraum kostet ein Baukasten etwa 1.200 € in Euro, plus die 65 Stunden Eigenzeit, die für einen Meister bei 70 € Stundenverrechnung real weitere 4.550 € entgangenen Deckungsbeitrag bedeuten. Ein Freelancer kommt auf rund 8.000 € (2.000 € Einrichtung plus 100 € Pflege im Monat), eine Agentur auf 14.000 € (5.000 € plus 150 € Wartung), das Monatsabo auf 10.740 €.
Die reine Reihenfolge der Zahlen stellt das Monatsabo nah an die Agentur und lässt es auf den ersten Blick wie die zweitteuerste Option aussehen. Das ist rechnerisch korrekt, aber irreführend. Baukasten, Freelancer und Agentur rechnen inhaltliche Änderungen separat ab oder überlassen sie komplett dem Betreiber. Das können über fünf Jahre leicht weitere 2.000 bis 5.000 € sein, je nachdem wie aktiv eine Website gepflegt wird. Im Monatsabo sind sie bereits enthalten. Wer die Kosten fair vergleicht, muss entweder die Leistungen angleichen oder die Total-Beträge nicht isoliert lesen.
Welcher Weg passt zu welchem Betrieb?
Was kostet eine Website für Handwerker und welcher Weg passt am besten? Eine universell richtige Antwort gibt es nicht. Vier ehrliche Einschätzungen aus unserer Arbeit:
Der Baukasten ist sinnvoll, wenn du technisch versiert bist, die Zeit hast und die Website nur als ergänzende Visitenkarte brauchst. Für einen Ein-Mann-Betrieb, der seine Kunden hauptsächlich über Weiterempfehlung bekommt und nur eine einfache Online-Präsenz braucht, kann das der richtige Weg sein. Sobald die Seite aktiv um neue Aufträge konkurrieren soll oder du die laufende Betreuung nicht selbst übernehmen willst, greifen die oben beschriebenen Einschränkungen: vom wahrnehmbaren Template-Charakter über den Ranking-Nachteil bis zum ticketbasierten Support.
Ein Freelancer passt, wenn du einen direkten Ansprechpartner willst, das Projekt einmal sauber fertig haben möchtest und die laufende Pflege selbst koordinierst. Es ist oft der pragmatische Mittelweg zwischen Baukasten und Agentur: persönlicher als ein Template, schlanker und günstiger als ein klassischer Agentur-Prozess. Zwei Dinge solltest du vor der Beauftragung klären: wie schnell der Freelancer erreichbar ist, wenn nach dem Launch etwas dringend angepasst werden muss, und wer sich um Updates von Wordpress-Plugins, SSL-Zertifikate oder regelmäßige Backups kümmert. Darauf gibt es bei reinen Design-Freelancern oft keine saubere Antwort, weil sie in laufende Projekte eingebunden sind und deine Seite dann warten muss.
Die klassische Agentur lohnt sich, wenn du ein Projekt mit besonderen Anforderungen hast: eine komplexe Website mit Shop-Funktion, Buchungssystem, Mehrsprachigkeit oder sehr individueller Gestaltung. Für einen typischen Handwerksbetrieb rechnen Agenturen dagegen oft mit Prozess-Bausteinen, die für das eigentliche Ergebnis nicht nötig sind: mehrstündige Discovery-Workshops, separate Konzeptions- und Design-Phasen, eigene Corporate-Identity-Prozesse. Das ist Geld wert für ein Unternehmen mit vierzig Mitarbeitenden und komplexen Leistungen. Für einen Elektrobetrieb mit sechs Leuten, dessen Angebot sich in drei Sätzen erklären lässt, bezahlt man diese Prozesse mit, ohne sie wirklich zu brauchen.
Ein Monatsabo ist sinnvoll, wenn du einen professionellen Auftritt willst, aber weder die Zeit für den Eigenbau hast noch mehrere tausend Euro einmalig investieren willst. Du gibst die technische Verantwortung ab und hast einen festen Monatsbetrag, mit dem du kalkulieren kannst. Bei Handwerksbetrieben funktioniert dieser Weg in der Praxis gut, weil die inhaltlichen Anforderungen klar umrissen sind und die laufende Pflege im Alltag sonst hinten runterfällt. Die Einschränkung: Die Website ist mit dem Anbieter verbunden, nicht alle Abo-Anbieter erlauben eine einfache Mitnahme bei Kündigung. Das solltest du vorher klären.
Warum wir transparent mit unseren Preisen umgehen
Wir haben auftrittsstark selbst aufgebaut, weil wir die Lücke zwischen teuren Agenturen und frustrierenden Baukästen schließen wollten. 179 € pro Monat ist unser Preis, all-inclusive, ohne Einmalbetrag. Ein festes Angebot, das ohne Beratungsgespräch vollständig auf der Website steht.
Wenn du dich fragst, ob das für deinen Betrieb passt, schick uns einfach den Link zu deiner aktuellen Website. Innerhalb von 48 Stunden siehst du einen fertigen Entwurf, wie deine neue Seite aussehen könnte. Die Entscheidung, ob du buchen willst, triffst du erst danach. Der Entwurf ist kostenlos und unverbindlich. Wer den Ablauf vorher verstehen will, findet hier den Prozess Schritt für Schritt.
Egal, welchen Weg du am Ende wählst: Achte bei der Entscheidung nicht nur auf den Monatspreis oder den Einmalbetrag, sondern darauf, wer sich nach dem Launch noch um die Seite kümmert. Eine Website ohne Pflege veraltet in eineinhalb bis zwei Jahren spürbar, sowohl technisch als auch inhaltlich. Die Folgekosten sind bei allen Varianten ein größerer Posten als die reine Erstellung.